{"id":609,"date":"2018-01-20T08:38:14","date_gmt":"2018-01-20T08:38:14","guid":{"rendered":"https:\/\/congress.eabp.org\/2018\/site\/?page_id=609"},"modified":"2018-07-29T08:56:36","modified_gmt":"2018-07-29T08:56:36","slug":"panel-i","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/congress.eabp.org\/2018\/site\/de\/programme\/panel-i\/","title":{"rendered":"Panel I"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<h2>Panel I<\/h2>\n<h2>Neue Symptome und St\u00f6rungen &#8211; K\u00f6rperpsychotherapie in einer sich ver\u00e4ndernden Welt<\/h2>\n<h5><strong>Moderation: Thomas Harms<\/strong><\/h5>\n<p>Viele Patienten, die heutzutage in eine K\u00f6rperpsychotherapie kommen, leiden an einer geschw\u00e4chten Selbstwahrnehmung, geringer Bindungssicherheit und einem instabilen Selbstwertgef\u00fchl. Viele dieser Symptome werden Pers\u00f6nlichkeitsstrukturen zugeordnet, die ihren Hintergrund in narzisstischen und Borderline \u2013 St\u00f6rungen haben. In dieser klinischen Podiumsdiskussion wollen wir er\u00f6rtern, wie wir unsere Perspektiven, Methoden und diagnostischen Systeme ver\u00e4ndern m\u00fcssen, wenn wir mit diesen \u201cmodernen\u201d Symptomen und St\u00f6rungen zu tun haben. Sind die diagnostischen Entw\u00fcrfe, wie etwa die Charaktermodelle von Reich und Lowen, immer noch ausreichend, um diese weitverbreiteten Ph\u00e4nomene zu erfassen und verstehen? In welcher Weise m\u00fcssen wir unsere Arbeitsstile ver\u00e4ndern, um diesen neuen Herausforderungen Schritt zu halten? Welche wissenschaftlichen Einfl\u00fcsse (wie Trauma- oder S\u00e4uglingsforschung) m\u00fcssen in unsere diagnostischen Landkarten der modernen K\u00f6rperpsychotherapie aufgenommen werden.<\/p>\n<p>[abstract]<br \/>\n[pic]<br \/>\nharms.jpg<br \/>\n[bio]<\/p>\n<p><b>Thomas Harms<\/b> ist als Psychologe, K\u00f6rperpsychotherapeut, Ausbilder in Bremen t\u00e4tig. Er leitet dort das Zentrum f\u00fcr Prim\u00e4re Pr\u00e4vention und K\u00f6rperpsychotherapie (ZePP). In seiner Arbeit ist er spezialisiert auf die k\u00f6rperpsycho- therapeutische Arbeit mit Eltern und S\u00e4ulingen mit traumabedingten Bindungsst\u00f6rungen.<\/p>\n<h4>Redner\/innen<\/h4>\n<p>[speaker]<br \/>\nLuisa Barbato<br \/>\n[abstract]<\/p>\n<h4>Die neuen Symptome als Ausdruck der Leere<\/h4>\n<p>Neue Symptome und St\u00f6rungen k\u00f6nnen als Symptome der Moderne verstanden werden. Sie werden in drei Hauptgruppen klassifiziert: Depressionen, S\u00fcchte und Panikattacken. Aber was verbindet diese Symptome? Was ist ihr gemeinsamer Nenner? Wir k\u00f6nnen sie als Symptome der Leere definieren, die sich zusammenfassen lassen als Tabu des Sterbens, der Ichschw\u00e4che und menschliche Fehlbarkeit. Zudem gibt es noch Energieverlust und Schw\u00e4chungen, die Folgen einer mangelnden M\u00f6glichkeit sind, Trennungen. Trauer und Misserfolge im Leben zu verarbeiten. Hieraus ergeben sich weitere Fragmentierungen der individuellen und sozialen Systeme. Es lie\u00dfe sich somit sagen, dass wir in einem Borderline- Zeitalter leben, in dem die Beschleunigung unserer individuellen und gemeinschaftlichen Zeit einen allgemeinen Energieverlust ausl\u00f6sen. Dieser Verlust und Verringerung der Energie muss in unsere diagnostischen Landkarten innerhalb der modernen K\u00f6rperpsychotherapie aufgenommen werden.<br \/>\n[pic]<br \/>\nbarbato.jpg<br \/>\n[bio]<br \/>\nist zertifizierte Reichianische K\u00f6rperpsychotherapeutin und Vorstandsmitglied und Suopervorin der SIAR (Italienische Gesellschaft f\u00fcr Reichianisches Analyse). Sie arbeitet als K\u00f6rperpsychotherapeutin in Rom in privaten und \u00f6ffentlichen Einrichtungen sowohl mit einzelnen als auch mit Gruppen. Sie ist Leiterin des Wissenschaftlichen Komitees der AIPC (Italienische Gesellschaft f\u00fcr K\u00f6rperpsychotherapie). Sie wurde gew\u00e4hlt als Vorstandsmitglied des italienischen Berufsbverbandes der Psychologen und sie ist zudem Vorstandsmitglied des Forums der anerkannten Ausbildungsinstitute in Europa. Sie lehrt K\u00f6rperpsychotherapie an verschiedneen italienischen Weiterbildungsinstituten.<\/p>\n<p>&#8212;<br \/>\n[speaker]<br \/>\nRegina Hochmair<br \/>\n[abstract]<\/p>\n<h4>Burn-Out und verlorene Selbstbeziehung<\/h4>\n<p>Biologische und psychosoziale Bedingungen k\u00f6nnen die Ursachen f\u00fcr ein Burn-Out sein. Betroffene Burn \u2013 Out -Patienten werden hart mit sich selbst konfrontiert. Nur durch den Einsatz ihrer kompletten Lebensenergie gelingt es ihnen, die gesteckten Leistungsideale zu \u00fcbertreffen. Die damit verbundene Selbstausbeutung ist nicht mehr zu \u00fcbersehen.<br \/>\nDas Pulsationsmodell sowie die Anwendung von nonverbalen Techniken, wie sie von der Funktionale Analyse und anderen Methoden der K\u00f6rperpsychotherapie entwickelt wurden, beleben jene Menschen, die in einem Zustand aus Angst und Depression gelandet sind.<br \/>\nDie von Wilhelm Reich entwickelten Ans\u00e4tze sind tr\u00f6stliche Angebote f\u00fcr jene Patienten, die sich in ihrem eigenen Spiegelbild verloren haben. Mit der therapeutischen Unterst\u00fctzung gelingt es ihnen, zu sich selbst zur\u00fcck zu finden. Dabei wird dem Konzept des Instroke eine spezielle Bedeutung beigemessen.<\/p>\n<p>[pic]<br \/>\nhochmair.jpg<br \/>\n[bio]<br \/>\nist Fach\u00e4rztin f\u00fcr Allgemeinmedizin. Sie hat die PSY-Diplome (Psychosoziale, Psychosomatische und Psychotherapeutische Medizin) der \u00d6sterreichischen \u00c4rztekammer erworben und absolvierte den Masterstudienlehrgang f\u00fcr Verhaltenstherapie. Sie ist Gastdozentin im Weiterbildungslehrgang der AABP (Reichianische Grundprinzipien, Pulsation-Rhythmik des Lebens).<br \/>\nSeit 1988 arbeitet sie parallel zu ihrem medizinischen Werdegang als Reichianische K\u00f6rpertherapeutin. K\u00f6rpertherapeutische Ausbildungen in Radix und Funktionaler Analyse. Seit M\u00e4rz 2006 arbeitet sie am Aufbau einer Station in der Klinik Pirawarth f\u00fcr Menschen mit stressassoziierten Symptomen (Burnoutsyndrom) als Leiterin der Abteilung f\u00fcr Psychosomatik.<\/p>\n<p>&#8212;<br \/>\n[speaker]<br \/>\nMarianne Bentzen<br \/>\n[abstract]<\/p>\n<h4>Ein Modell der emotionalen Reife \u2013 Kompetenzniveaus statt Themen<\/h4>\n<p>Emotionale Reife ist das Ergebnis von drei universellen Aspekten psychologischer Aufmerksamkeit. Zuerst sollen diese drei Aspekte der Entwicklung in einem Fallbeispiel genauer betrachtet werden. Danach werde ich zeigen, wie wir bei Trauma- und Charakterthemen den geeignetsten Weg finden, um mit ihnen zu arbeiten. Dabei sollen diese Grundkompetenzen auf drei Ebenen unterschieden werden:<br \/>\n<strong>Verk\u00f6rperung<\/strong> \u2013 unsere grunds\u00e4tzliche Erfahrung der Lebensenergie, der Gef\u00fchle und des Zusammenseins<br \/>\n<strong>Symbolisierung<\/strong> \u2013 unsere F\u00e4higkeit, emotional nicht stecken zu bleiben, verschiedene Perspektiven einzunehmen und die F\u00e4higkeit, Einsichten aus einem Bereich in andere zu \u00fcbertragen.<br \/>\n<strong>Mentalsierung<\/strong> \u2013 als Letztes gilt es die Kunst zu entwickeln, uns selbst von Au\u00dfen zu betrachten und Andere von Innen.<br \/>\n[pic]<br \/>\nbentzen.jpg<br \/>\n[bio]<br \/>\nist K\u00f6rperpsychotherapeutin und Autorin. Sie war Ausbilderin f\u00fcr Bodynamic von 1985 \u2013 97, seit 1998 haben sie und Susan Hart ein neuroaffektives Pers\u00f6nlichkeitsmodell entwickelt, das einen Bogen von der Wiege bis zur Urne spannt (NAPD). Mariannes Arbeit reicht von der psychomotorischen Entwicklung, der Entwicklungs-Neuropsychologie, \u00fcber die Traumabehandlung, Evolutionspsychologie bis hin zu systemischen Ans\u00e4tzen. Durch ihre langj\u00e4hrige Meditationserfahrung bringt sie auch spirituelle Perspektiven in ihre Arbeit.<br \/>\n&#8212;<br \/>\n[speaker]<br \/>\nEva Kaul<br \/>\n[abstract]<\/p>\n<h4>Ausgebrannt von der Obsession, sich gut zu f\u00fchlen<\/h4>\n<p>Wir erlebten in den letzten f\u00fcnfzig Jahren die Abl\u00f6sung der Disziplinargesellschaft, welche pers\u00f6nliche Freiheit durch traditionelle Rollen und Gebote einschr\u00e4nkte, durch die heutige Leistungsgesellschaft mit ihrem Imperativ zu sozialem und beruflichem Erfolg. Der gesellschaftliche Wandel spiegelt sich auch in der Diagnose psychischer Krankheitsbilder, wie zB. dem Burnout-Syndrom. Dessen Genese kann als Interaktion von Gesellschafts-, Arbeitsplatz- und Pers\u00f6nlichkeitsfaktoren verstanden werden, das Syndrom selbst als Risikofaktor f\u00fcr verschiedenste psychische und physische Krankheiten. F\u00fcr Diagnostik und Therapie des Burnout-Syndroms eignet sich daher besonders eine multidimensionale Betrachtungsweise mit Einbezug von K\u00f6rpererleben, Emotionen, Kognitionen und soziokultureller Lebenswelt inkl. Werte und Spiritualit\u00e4t.<br \/>\n[pic]<br \/>\nkaul.jpg<br \/>\n[bio]<br \/>\nDr. med., Innere Medizin FMH, psychosomatische und psychosoziale Medizin SAPPM, K\u00f6rperpsychotherapeutin in eigener Praxis (Integrative Body Psychotherapy IBP, Egostatetherapie, ACT, Life Span Integration), Lehrbeauftragte und Supervisorin f\u00fcr IBP, Zen-Sch\u00fclerin bei Willigis J\u00e4ger und Andr\u00e9 Dayu Steiner.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Panel I Neue Symptome und St\u00f6rungen &#8211; K\u00f6rperpsychotherapie in einer sich ver\u00e4ndernden Welt Moderation: Thomas Harms Viele Patienten, die heutzutage in eine [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"parent":36,"menu_order":4,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"page-templates\/page_keynote.php","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-609","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/congress.eabp.org\/2018\/site\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/609","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/congress.eabp.org\/2018\/site\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/congress.eabp.org\/2018\/site\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/congress.eabp.org\/2018\/site\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/congress.eabp.org\/2018\/site\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=609"}],"version-history":[{"count":93,"href":"https:\/\/congress.eabp.org\/2018\/site\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/609\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1818,"href":"https:\/\/congress.eabp.org\/2018\/site\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/609\/revisions\/1818"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/congress.eabp.org\/2018\/site\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/36"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/congress.eabp.org\/2018\/site\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=609"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}