{"id":575,"date":"2018-01-17T18:22:50","date_gmt":"2018-01-17T18:22:50","guid":{"rendered":"https:\/\/congress.eabp.org\/2018\/site\/?page_id=575"},"modified":"2018-09-04T17:38:43","modified_gmt":"2018-09-04T17:38:43","slug":"panel-iv-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/congress.eabp.org\/2018\/site\/de\/programme\/panel-iv-2\/","title":{"rendered":"Panel IV"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<h2>Panel IV<\/h2>\n<p>Panel IV findet im H\u00f6rsaal 2 statt!<\/p>\n<h2>Der K\u00f6rper in der Kultur und die Kultur im K\u00f6rper<\/h2>\n<h5>Moderation: Julianne Appel-Opper<\/h5>\n<p>Die wichtige Verbindung zwischen Kultur und K\u00f6rper wurde lange \u00fcbersehen, in einem Ausma\u00df, dass in den meisten K\u00f6rperpsychotherapie-B\u00fcchern das Wort \u201aKultur` im Index nicht aufgelistet wurde. Dies passt gar nicht zu unserer t\u00e4glichen Arbeit, gerade wenn wir mit traumatisierten KlientInnen arbeiten, die ihr Heimatland, freiwillig oder gezwungenerma\u00dfen als Fl\u00fcchtlinge und MigrantInnen verlassen haben.<\/p>\n<p>Die PanelteilnehmerInnen werden ihre jeweiligen Perspektiven zu diesem Thema vorstellen. Auf dem Hintergrund ihrer Lehr- und klinischen Erfahrungen werden sie hierbei auch ihre eigenen pers\u00f6nlichen Erfahrungen mit k\u00f6rperlichen Manifestationen von Kultur mit einschlie\u00dfen. Das Zusammenspiel zwischen der Makroskala von ethnischer Kultur, Gesellschaft, sozio-\u00f6komonischer Klassen, politischer Kultur und der Mikroskala als k\u00f6rperliches Aussehen, Signalen, Symbolen, Rhythmen und Symptomen werden erkundet und diskutiert.<\/p>\n<p>[abstract]<br \/>\n[pic]<br \/>\nopper.jpg<br \/>\n[bio]<br \/>\n<strong>Julianne Appel-Opper<\/strong>, Dipl-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin, UKCP Registrierte Integrative Psychotherapeutin, Supervisorin (Univ. Birmingham, U.K.), internationale Trainerin und Lehrbeauftragte an Psychotherapie Ausbildungsinstituten wie in Norwegen, Rum\u00e4nien, U.K. seit 2001. F\u00fcr 12 Jahre lebte und arbeitete sie in Frankreich, Israel, Kalifornien und in U.K. Seit 2006 ist sie in privater Praxis in Berlin t\u00e4tig. Seit vielen Jahren leitet sie internationale Trainingsprogramme \u00fcber interk\u00f6rperliche Prozesse in Berlin. Neben dieser Themen, hat sie auch seit 2010 \u00fcber den Zusammenhang zwischen dem K\u00f6rper und der Kultur publiziert.<\/p>\n<h4>Redner\/innen<\/h4>\n<p>[speaker]<\/p>\n<p>Madlen Algafari<br \/>\n[abstract]<br \/>\nMadlen Algafari<br \/>\n[abstract]<br \/>\nIch m\u00f6chte \u00fcber meine Erfahrungen in der Arbeit mit Migrationsgesellschaften (USA, UK, Spanien, Schweden) sprechen, aber auch von einem sozialistischen Gesichtspunkt, dass ein Anderssein im Westen einen Wert besitzt, w\u00e4hrend im Sozialismus Uniformit\u00e4t durch eine sexualfeindliche und patriarchalische Erziehung einen Wert bekommt. Innerhalb traditioneller Gesellschaften ist der K\u00f6rper kein Element von Individualit\u00e4t, sondern eine Ware\/ein Gut, das in der Gemeinschaft geteilt wird. In modernen Gesellschaften w\u00e4hlt eine Person ihre Identit\u00e4t mithilfe des K\u00f6rpers (Make-up, Tatoos, Piercings, Sch\u00f6nheitsoperationen). Die \u00e4u\u00dfere Personalisierung des K\u00f6rpers unterscheidet die Westliche von der Sozialistischen Ideologie, welche Spiritualit\u00e4t betont und sich mit einer Nachl\u00e4ssigkeit gegen\u00fcber allem Materialistischen br\u00fcstet.\u00a0 \u201cThe body during socialism&#8220; wird in dieser Veranstaltung thematisiert.<br \/>\n[pic]<br \/>\nalgafari.jpg<\/p>\n<p>[bio]<br \/>\nMadlen Algafari, Neoreichianische analytische Psychotherapeutin. Mitglied der Bulgarischen Psychotherapeutischen Gesellschaft, der Bulgarischen Neoreichianischen Psychotherapeutischen Gesellschaft, der Bulgarischen Wissenschaftlichen Gesellschaft, des Vorstands des Bulgarischen Instituts f\u00fcr Neoreichianische Analytische Psychotherapie, der Europ\u00e4ischen Gesellschaft f\u00fcr K\u00f6rperpsychotherapie, 20-j\u00e4hrige Erfahrung als K\u00f6rperpsychotherapeutin, Lecturer in Psychoanthropologie bei BINAP, Autorin von 10 B\u00fcchern.<br \/>\n&#8212;<br \/>\n[speaker]<br \/>\nCristina Angelini<br \/>\n[abstract]<br \/>\nNach 16-j\u00e4hriger Arbeit mit Fl\u00fcchtlingen aus verschiedenen L\u00e4ndern (Subsahara-Afrika, Mittlerer Osten) im Mittleren Osten, Afrika und Nepal, reflektiere ich dar\u00fcber, wie der K\u00f6rper durch die Kultur und verschiedener Genderstereotpyen geformt wird. Gerade in traditionellen Gesellschaften sind Frauen und M\u00e4nner verzweifelt bem\u00fcht, (oder werden gezwungen) sich den Geschlechtererwartungen und den Sch\u00f6nheitsvorstellungen anzupassen, um so integriert und akzeptiert zu werden (siehe weibliche Genitalverst\u00fcmmelungen, die wachsende Intimchirurgie\/genitale Kosmetikoperationen in den westlichen L\u00e4ndern\/US, sowie verschiedene Psychopathologien bez\u00fcglich des K\u00f6rpers). Meine Reflektionen betrachten den K\u00f6rper als einen Container unserer Erfahrungen, speziell traumatischer Erfahrungen, die in der Fl\u00fcchtlingspopulation sehr evident ist.<br \/>\n[pic]<br \/>\nangelini.jpg<\/p>\n<p>[bio]<br \/>\nCristina Angelini, arbeitet seit 25 Jahren als Psychotherapeutin: Analytisch \u2013 K\u00f6rper- Ansatz, EMDR, Therapie mit Kindern; seit 15 Jahren als Beraterin in internationalen Projekten in: Gaza-Pal\u00e4stina, Jordanien, Syrien, Nepal, Tansania, \u00c4thiopien, Burkina-Faso, Irak-Kurdistan, Libanon. Trainer f\u00fcr: EU, UNICEF-UNFPA, UNHCR, AIDOS, etc. \u00fcber: sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt, PTSD, Psychologische Erste Hilfe, Resilienz, Beratung im Notfall, Kindesmissbrauch, etc. Italienische Delegierte bei \u201aWomen Deliver\u2019, Kuala Lumpur, Malasia. Lecturer bei UN CSW 2014\/15 New York, US.<br \/>\n&#8212;<br \/>\n[speaker]<br \/>\nRubens Kignel<br \/>\n[abstract]<br \/>\nDie Erfahrungen meiner Arbeit in \u00d6sterreich, England, Frankreich, Deutschland, Italien, Schweiz, Russland, Japan, Brasilien, Argentinien, Mexiko, Israel, Ungarn, Spanien, Portugal, USA machten mich dem\u00fctig genug, um \u00fcber die Kulturen mit den Kulturen zu lernen. Gew\u00f6hnlich lehren sie mich, was ich lernen muss und dann kann ein Austausch beginnen. Es ist enorm wichtig anzuerkennen, dass Du selbst der Andere bist und nicht die Anderen. Von diesem Ausgangspunkt haben wir einen guten Anfang f\u00fcr einen m\u00f6glichen Wissensaustausch. In diesem Gebiet m\u00f6chte ich mich in meinem Vortrag bewegen.<\/p>\n<p>[pic]<br \/>\nkignell.jpg<br \/>\n[bio]<br \/>\nRubens Kignel, Psychotherapeut, K\u00f6rperpsychotherapeut, Doktor in Kommunikation und Semiotik, Universit\u00e4t von Bologna. Ex-Pr\u00e4sident und Gr\u00fcnder der Brasilianischen Gesellschaft f\u00fcr Psychotherapie. Mitglied von EABP seit der Gr\u00fcndung. Gastdozent an der Universit\u00e4t von S\u00e3o Paulo. Selbst\u00e4ndiger Trainer an verschiedenen K\u00f6rperpsychotherapie-Schulen rund um den Globus. Gr\u00fcnder und Direktor der Japanischen Schule der K\u00f6rperpsychotherapie BIPS.<br \/>\n&#8212;<br \/>\n[speaker]<br \/>\nUlrich Sollmann<br \/>\n[abstract]<br \/>\nWir m\u00fcssen die multikulturelle, interkulturelle und transkulturelle Perspektiven unterscheiden. Arbeiten mit jemandem aus einer anderen Kultur &#8211; so wie ich dies in China schon seit vielen Jahren mache \u2013 ist wie ein ethnologisches Projekt. Du weisst wenig dar\u00fcber, wer Du bist und wer der Andere ist. Sich auf eine andere Kultur zu beziehen bedeutet, dass man f\u00fcr eine psycho-soziale Induktion offen ist. Dies ist mit drei Aspekten verbunden:<br \/>\nDie eigene Bewusstheit: 1. Die eigene Wahrnehmung unterscheidet sich von der des anderen. 2. Die \u00dcbertragung sollte kulturelle \u00dcbertragungen beinhalten. 3. Lernen beginnt mit \u201eEnt-Lernen\u201c, n\u00e4mlich das was man vorher gelernt hat. F\u00fcr mich besteht die wichtige Kompetenz darin, zum Staunen f\u00e4hig zu sein (wie ein professionelles Kind).<br \/>\n[pic]<br \/>\nsollmann.jpg<br \/>\n[bio]<br \/>\nUlrich Sollmann, Gestalt- und K\u00f6rperpsychotherapeut (Bioenergetische Analyse), Coach und Berater von F\u00fchrungskr\u00e4ften in Wirtschaft und Politik, Publizist, Buchautor, Lehrbeauftragter und Blogger. Schwerpunkte: K\u00f6rpersprache, nonverbale und transkulturelle Kommunikation, sexueller und Beziehungsmissbrauch, Scham und Selbsterleben, Slow Motion Movement, F\u00fchrung und Pers\u00f6nlichkeit, \u00f6ffentliche und mediale Inszenierung von Firmen, Managern und Politikern. Arbeitet und ver\u00f6ffentlicht seit vielen Jahren international, besonders in China (ethnologischer Forschungsansatz). Aktuell befasst mit S\u00e4uglingsbeobachtung in Hinblick auf Entwicklung der K\u00f6rperkompetenz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Panel IV Panel IV findet im H\u00f6rsaal 2 statt! 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